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SOLAR MILLENNIUM AG

 01.07.2015

Insolvenzverwalter zahlt 25 Millionen an Gläubiger aus

 

Nürnberg, 1. Juli 2015 – Der Insolvenzverwalter der Solar Millennium AG, Volker Böhm, wird in Kürze eine erste Abschlagzahlung an die Insolvenzgläubiger auszahlen. Mit dieser Abschlagzahlung erhalten die Gläubiger des Unternehmens 25 Millionen Euro. Das entspricht einer Quote von rund 10 Prozent. Die durchschnittliche Quote in Insolvenzverfahren liegt zwischen 3 und 5 Prozent.

Die restliche Insolvenzquote wird zum Ende des Insolvenzverfahrens ausgeschüttet. „Nach jetzigem Stand werden die Gläubiger weitere Quotenzahlungen erhalten“, sagte Insolvenzverwalter Böhm heute in Nürnberg. „Wie hoch die Quote am Ende des Verfahrens sein wird, steht aber noch nicht fest.“ Dies hänge von verschiedenen Faktoren ab, so Böhm. So sei nach wie vor ungewiss, wie hoch der Erlös aus der Verwertung der US-Projekte der Solar Millennium AG sein werde. Zudem macht Böhm zurzeit weitere Schadenersatz- und Rückzahlungsansprüche gerichtlich geltend. Im Hinblick auf diese äußerst komplexen und umfangreichen Verfahren sagte Böhm: „Ich gehe davon aus, dass das Insolvenzverfahren noch einige Jahre dauern wird.“

Die Solar Millennium AG musste im Dezember 2011 Insolvenz anmelden. Das Unternehmen hatte weltweit Solarkraftwerke projektiert und finanziert. Ein Großteil dieser Projekte hatte die Solar Millennium über fünf sogenannte Inhaber-Teilschuldverschreibungen mit einem Anleihevolumen von knapp 227 Mio. Euro finanziert, die vorwiegend an rund 16.000 Kleinanleger verkauft wurden. Insgesamt hat Böhm Forderungen gegen die Gesellschaft  in Höhe von ca. 250 Millionen Euro festgestellt.

Die Solar Millennium AG hielt Beteiligungen an mehr als 60 Projektgesellschaften und Unternehmen weltweit, v.a. in Deutschland, den USA, Spanien und China, aber auch in Ländern wie Israel, Marokko, der Türkei und Ägypten. Eine Vielzahl der Beteiligungen stellte sich als nicht werthaltig heraus. In den USA, wo die Solar Millennium AG über eine Tochtergesellschaft einen dreistelligen Millionenbetrag investiert hatte, mussten für diese Gesellschaften ebenfalls Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Ein Vergleich mit den Gläubigern ermöglicht es aber, Erlöse zugunsten der Insolvenzgläubiger zu erzielen. Andere Beteiligungen wie z.B. Flagsol, Andasol 3 und Arenales konnten nach langen Verhandlungen durch den Insolvenzverwalter verkauft werden.

Böhm rechnet damit, dass für die Insolvenzmasse weitere Erlöse aus Projekten hinzukommen werden. So verhandelt er derzeit über den Verkauf einer Beteiligung in China und über Ansprüche der Solar Millennium AG im Zusammenhang mit dem Andasol 3 Projekt.

 

Pressekontakt:
Sebastian Glaser
möller pr GmbH
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