Erlangen, 22.12.2006. Die Solar Millennium AG mit Sitz in Erlangen gibt das vorläufige Einzelergebnis nach HGB für das am 31. Oktober 2006 abgelaufene Geschäftsjahr bekannt. Der Umsatz erhöhte sich von rund 13,41 Millionen Euro im Vorjahr auf rund 16,96 Millionen Euro, der Jahresgewinn nach Steuern stieg von rund 6,92 Millionen Euro auf rund 10,02 Millionen Euro und entspricht damit den Planungen des Unternehmens. Dieses Ergebnis wurde insbesondere durch den Abschluss der Finanzierung für das solarthermische Kraftwerksprojekt Andasol 1 erreicht. Weitere wichtige Ereignisse waren der Einstieg von Energias de Portugal (EDP) in das Projekt Andasol 3 sowie die strategische Entwicklung einer Beteiligungs-Holding für den Einstieg von Finanzinvestoren im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres.
Die Solar Millennium AG wird für das Geschäftsjahr 2005/2006 erstmals einen Konzernabschluss nach dem internationalen Rechungslegungsstandard IFRS veröffentlichen. Die Umsätze stiegen nach IFRS von 14,25 Millionen Euro im Vorjahr auf rund 17,83 Millionen Euro. Das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2005/2006 beträgt rund 9,87 Millionen Euro nach Steuern (Vorjahr: 7,29 Millionen Euro). Neben den genannten Geschäftsvorfällen hat zu den Konzernzahlen von Solar Millennium insbesondere auch das operative Geschäft der Technologietochter Flagsol GmbH beigetragen. Flagsol wurde durch das Baukonsortium von Andasol 1 beauftragt, Engineering und die Steuerung des Solarfeldes zu liefern. Das Konzernergebnis bewegt sich damit auf dem Niveau des Einzelergebnisses.
Für das laufende Geschäftsjahr 2006/2007 plant das Unternehmen erneut eine deutliche Steigerung von Umsatz und Gewinn. Ermöglicht werden soll dies durch Umsatzsteigerungen in den Geschäftsfeldern Projektentwicklung und Technologie sowie durch Erlöse aus Beteiligungsverkäufen an Kraftwerksprojekten. Die Tätigkeitsbereiche, die zur Entwicklung und Realisierung solarthermischer Kraftwerke erforderlich sind, sollen auch gemeinsam mit Partnern weiter ausgebaut und ergänzt werden.
Der Vorstandsvorsitzende Christian Beltle äußerte sich mit dem Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres sehr zufrieden: „Die Solar Millennium AG und ihre Technologietochter Flagsol GmbH konnten sich erfolgreich im Markt erneuerbarer Energien positionieren. Wichtige Ziele, wie die Finanzierungszusagen der Banken und der Baubeginn des ersten Parabolrinnen-Kraftwerks Europas, wurden erreicht. Ebenso gelang es, bei einer Reihe von Kraftwerksprojekten und der Erschließung der Märkte in neuen Standortländern wichtige Fortschritte zu erzielen. So erwarten wir auch die Finanzierungszusage für das zweite Parabolrinnen-Kraftwerk in Spanien, Andasol 2, in Kürze."
Zur Umstellung auf den neuen Rechnungslegungsstandard führt Finanzvorstand Mathias Drummer weiter aus: „Die Solar Millennium AG erhöht mit der Veröffentlichung der Konzernzahlen ihre Transparenz und passt sich zugleich dem allgemeinen Standard für wachstumsstarke und kapitalmarktorientierte Unternehmen an. Solar Millennium schafft damit auch die Voraussetzungen, den potenziellen Kreis der institutionellen Anleger zu erweitern."
Die Bilanz wird anlässlich der Bilanzpressekonferenz Anfang Februar 2007 veröffentlicht.
Über die Solar Millennium AG:
Die Solar Millennium AG ist ein global tätiges Projektentwicklungs- und Technologieunternehmen im Bereich erneuerbarer Energien. Zusammen mit Tochtergesellschaften und Partnern projektiert und realisiert die Solar Millennium AG solarthermische Kraftwerke. Bei diesen solaren Großkraftwerken hat sie sich auf zwei Technologien spezialisiert: Sie ist Technologiegeber für Parabolrinnen-Kraftwerke, eine erprobte und zuverlässige Technologie, in der das Unternehmen weltweit eine Spitzenposition einnimmt. Außerdem entwickelt das Unternehmen Aufwind-Kraftwerke mit dem Ziel, auch deren Marktreife zu erreichen. Schwerpunkte aktueller Projekte sind Spanien, die USA und China.
Über die Technologie:
Solarthermische Kraftwerke erzeugen aus der Wärmeenergie der aufgefangenen Sonnenstrahlung Strom. Bei einem Parabolrinnen-Kraftwerk bündeln rinnenförmige Spiegel die einfallenden Strahlen auf ein Rohr in der Brennlinie des Kollektors. Durch ihre Absorption wird im Rohr eine Wärmeträgerflüssigkeit erhitzt, die im Kraftwerksblock mittels Wärmetauscher Dampf erzeugt. Wie bei konventionellen Kraftwerken wird der Dampf in einer Turbine zur Stromgewinnung genutzt. Bei Integration eines thermischen Speichers kann der Strom planbar bereitgestellt werden. Die Solarkraftwerke können dann auch nach Sonnenuntergang Strom erzeugen.