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SOLAR MILLENNIUM AG

18.06.2011

US-Innenminister Salazar und Kaliforniens Gouverneur Brown legen Grundstein für das größte Solarkraftwerksprojekt der Welt im kalifornischen Blythe

Erlangen, Blythe 18.06.2011 In einem feierlichen Akt haben am Freitag US-Innenminister Ken Salazar, Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown und Joseph DeConinck, Bürgermeister von Blythe, zusammen mit Vertretern von Solar Millennium (ISIN DE0007218406) und Solar Trust of America den Grundstein für den Solarkraftwerksstandort Blythe gelegt.  Die Arbeiten für die ersten zwei Kraftwerke mit einer Nettoleistung von jeweils 242 Megawatt (MW) haben Ende 2010 begonnen. Solar Trust of America, die US-amerikanische Unternehmenseinheit innerhalb der Solar Millennium Gruppe, plant an diesem Standort bis zu vier solarthermische Kraftwerke mit insgesamt rund 1.000 MW Leistung. Zusammen können die vier Solarkraftwerke genügend Strom für über 300.000 amerikanische Haushalte produzieren und damit rund zwei Millionen Tonnen Kohlendioxidemissionen pro Jahr einsparen. Dass die kalifornische Mojave-Wüste zu den weltweit besten Standorten für Solarenergie gehört, zeigte sich während der Zeremonie an den 45° Celsius Außentemperatur im Schatten.

“Der Grundstein für den dann größten Solarkraftwerksstandort der Welt ist nicht nur ein Meilenstein für eine nachhaltige Energiewirtschaft unserer Nation, sondern zeigt auch, dass die Vereinigten Staaten beabsichtigen, bei Zukunftstechnologien die Führungsrolle zu übernehmen“, sagte Ken Salazar im Rahmen der Zeremonie. „Dieses Projekt führt uns deutlich vor Augen, wie wir durch die Nutzung unserer erneuerbaren Ressourcen gleichzeitig Arbeitsplätze vor Ort schaffen und dabei zur Energiesicherheit unseres Landes beitragen.“

Dr. Christoph Wolff, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG ergänzte: „Blythe stellt zugleich einen Meilenstein für Solar Millennium als auch für die Erfolgsgeschichte der Solarenergie dar: Erstmals wird hier Solarenergie in Leistungsgrößen von Kernenergie oder großen Kohlekraftwerken nutzbar gemacht. Ich freue mich, dass wir einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der ehrgeizigen Klimaziele Kaliforniens und zur regionalen Wirtschaft leisten können, und danke allen, die durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihr Vertrauen dazu beigetragen haben.“ Die Gesamtinvestitionssumme für die ersten zwei geplanten solarthermischen Kraftwerke am Standort Blythe beträgt insgesamt rund 2,8 Milliarden US-Dollar.


 

Erst vor wenigen Wochen hatte US-Energieminister Dr. Steven Chu der Projektgesellschaft das sogenannte Conditional Commitment offeriert, die bedingte Zusage für Kreditgarantien (Loan Guarantees) in Höhe von 2,1 Milliarden US-Dollar. Die Kreditgarantien sind die Voraussetzung für die Fremdkapitalfinanzierung von rund 75% der Baukosten für die ersten beiden 242 MW Kraftwerke. Das Conditional Commitment enthält die Vertragsbedingungen, die der Antragsteller erfüllen muss, um die Kreditgarantien des US-Energieministeriums zu erhalten. Der Vorstand von Solar Millennium geht davon aus, dass alle Bedingungen, insbesondere der Finanzierungsabschluss für die beiden Kraftwerke, bis zum Spätsommer dieses Jahres erfüllt werden können.

Solar Trust of America rechnet während der Bauphase mit der Schaffung von rund 1.000 direkten Arbeitsplätzen plus mehrerer tausend indirekter Arbeitsplätze durch die Lieferbeziehungen. Die beiden Kraftwerke sollen bis 2014 ans Netz gehen. Die finale Baugenehmigung für alle vier geplanten Kraftwerke am Standort Blythe wurde bereits im Herbst 2010 erteilt.

Der Strom von Blythe 1 und 2 wird vom amerikanischen Energieversorger Southern California Edison (SCE) abgenommen. SCE erfüllt damit Vorgaben des Staates Kalifornien zur Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien an der gesamten Stromproduktion. Die kalifornischen Energieversorger sind seit Anfang des Jahres dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2020 33% ihrer Stromerzeugung durch erneuerbare Energien abzudecken (sogenannte Renewable Portfolio Standards - RPS).

 

Über die Solar Millennium AG:

Die Solar Millennium AG, Erlangen, (ISIN DE0007218406) ist ein global tätiges Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien mit dem Schwerpunkt auf solarthermischen Kraftwerken. Zusammen mit seinen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften hat sich das Unternehmen auf Parabolrinnen-Kraftwerke spezialisiert und in diesem Bereich eine Spitzenposition im globalen Wettbewerb erreicht. Solar Millennium ist bestrebt, die Kompetenz im Bereich solarthermischer Kraftwerke weiter auszubauen mit dem Ziel, eine nachhaltige Technologieführerschaft zu erarbeiten und zu sichern. Dabei werden alle wichtigen Geschäftsfelder entlang der Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke abgedeckt: von der Projektentwicklung und -finanzierung über die Technologie bis hin zum schlüsselfertigen Bau und dem Betrieb der Anlagen. Solar Millennium hat in Spanien die ersten Parabolrinnen-Kraftwerke Europas entwickelt und zusammen mit Partnern realisiert. Weitere Projekte mit einer Leistung von über 2.000 Megawatt befinden sich weltweit in Planung: Regionale Schwerpunkte sind dabei derzeit Spanien, USA, der Nahe Osten und Nordafrika.

Über die Solar Trust of America und Solar Millennium LLC:

Die Solar Trust of America (STA) ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Solar Millennium Gruppe (70%) und der Ferrostaal Inc. (30%). Die STA deckt in der Region Nordamerika mit den Geschäftsbereichen Projektentwicklung, -finanzierung, Engineering, schlüsselfertiger Anlagenbau und Betrieb von Kraftwerken wichtige Geschäftsfelder der Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke ab. Die Solar Millennium LLC ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Solar Trust of America.

Über die Technologie:

Solarthermische Kraftwerke erzeugen aus der in Wärmeenergie umgewandelten Sonnenstrahlung Strom. Bei einem Parabolrinnen-Kraftwerk bündeln rinnenförmige Spiegel die einfallenden Strahlen auf ein Rohr in der Brennlinie des Kollektors. Durch ihre Absorption wird im Rohr eine Wärmeträgerflüssigkeit erhitzt, die im Kraftwerksblock mittels Wärmetauscher Dampf erzeugt. Wie bei konventionellen Kraftwerken wird der Dampf in einer Turbine zur Stromgewinnung genutzt. Bei Integration eines thermischen Speichers kann der Strom planbar bereitgestellt werden. Die Solarkraftwerke können dann auch nach Sonnenuntergang Strom erzeugen.