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SOLAR MILLENNIUM AG

24.03.2011

Vergleichsgespräche mit Claassen gescheitert - Solar Millennium AG klagt auf volle Rückzahlung von 9 Millionen Euro

Erlangen 24.03.2011 Das Bemühen des Aufsichtsrats der Solar Millennium AG (ISIN DE0007218406), einvernehmlich den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Utz Claassen zur Rückzahlung seiner Antrittsprämie von € 9 Millionen zu bewegen, ist erfolglos geblieben. Deshalb hat der Aufsichtsrat auf seiner gestrigen Aufsichtsratssitzung beschlossen, jetzt beim Landgericht Nürnberg-Fürth Klage auf Rückzahlung des vollen Betrags, der ihm anlässlich seiner Bestellung ausgezahlt wurde, einzureichen. Die Klage wird heute im Laufe des Tages beim Landgericht Nürnberg-Fürth eingehen.

Claassen war im März 2010 bei Solar Millennium nach nur 74 Tagen als Vorstandsvorsitzender ausgeschieden. Die im Mai letzten Jahres aufgenommenen Vergleichsgespräche sieht der Aufsichtsrat als gescheitert an. „Seit Dezember drehten wir uns im Kreis", sagte Helmut Pflaumer, Aufsichtsratsvorsitzender der Solar Millennium AG. „Wir haben uns intensiv bemüht, alle offenen Fragen zu lösen. Inzwischen erhalten wir keine Antworten auf unsere Vorschläge mehr. Wir werden jetzt die Interessen des Unternehmens per Gericht durchsetzen."

Der für den 29. März anberaumte Gerichtstermin wurde auf Antrag von Claassen erneut verschoben. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat als neuen Termin den 9. September benannt.

Über die Solar Millennium AG:
Die Solar Millennium AG, Erlangen, (ISIN DE0007218406) ist ein global tätiges Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien mit dem Schwerpunkt auf solarthermischen Kraftwerken. Zusammen mit seinen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften hat sich das Unternehmen auf Parabolrinnen-Kraftwerke spezialisiert und in diesem Bereich eine Spitzenposition im globalen Wettbewerb erreicht. Solar Millennium ist bestrebt, die Kompetenz im Bereich solarthermischer Kraftwerke weiter auszubauen mit dem Ziel, eine nachhaltige Technologieführerschaft zu erarbeiten und zu sichern. Dabei werden alle wichtigen Geschäftsfelder entlang der Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke abgedeckt: von der Projektentwicklung und -finanzierung über die Technologie bis hin zum schlüsselfertigen Bau und dem Betrieb der Anlagen. Solar Millennium hat in Spanien die ersten Parabolrinnen-Kraftwerke Europas entwickelt und zusammen mit Partnern realisiert. Weitere Projekte mit einer Leistung von über 2.000 Megawatt befinden sich weltweit in Planung: Regionale Schwerpunkte sind dabei derzeit Spanien, USA, Indien, China, der Nahe Osten und Nordafrika.

Über die Technologie:
Solarthermische Kraftwerke erzeugen aus der in Wärmeenergie umgewandelten Sonnenstrahlung Strom. Bei einem Parabolrinnen-Kraftwerk bündeln rinnenförmige Spiegel die einfallenden Strahlen auf ein Rohr in der Brennlinie des Kollektors. Durch ihre Absorption wird im Rohr eine Wärmeträgerflüssigkeit erhitzt, die im Kraftwerksblock mittels Wärmetauscher Dampf erzeugt. Wie bei konventionellen Kraftwerken wird der Dampf in einer Turbine zur Stromgewinnung genutzt. Bei Integration eines thermischen Speichers kann der Strom planbar bereitgestellt werden. Die Solarkraftwerke können dann auch nach Sonnenuntergang Strom erzeugen.