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SOLAR MILLENNIUM AG

03.03.2011

Solar Millennium bestätigt Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr

  • Konzern-Betriebsleistung von € 186,4 Millionen bei einem Ergebnis (EBIT) von € 0,7 Millionen, einem positiven operativen Cash-Flow von € 7,4 Millionen, liquiden Mitteln von über € 115 Millionen und einer Eigenkapitalquote von 28%
  • Operativer Fokus im laufenden Geschäftsjahr auf Finanzierungsabschluss des weltweit größten Solarkraftwerks Blythe in Kalifornien und des spanischen Solarkraftwerks Ibersol in der Extremadura
  • Solar Millennium neu aufgestellt mit gut gefüllter Projektpipeline

 

Erlangen, 03.03.2011 Die Solar Millennium AG (ISIN DE0007218406) präsentiert heute den Jahresabschluss 2009/2010 im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz in München. In diesem Zusammenhang bestätigt das Unternehmen sein bereits mit den vorläufigen Zahlen angekündigtes leicht positives Konzern-Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von € 0,7 Millionen (Vorjahr: € 52,3 Millionen). Das Konzernergebnis nach Minderheiten betrug € -10,4 Millionen (Vorjahr: € 34,6 Millionen). Das Ergebnis je Aktie lag damit bei € -0,85 (Vorjahr: € 2,77).

Nach € 220,0 Millionen in der Berichtsperiode 2008/2009 erwirtschaftete das Unternehmen eine gegenüber dem Vorjahr um 15% niedrigere Betriebsleistung von € 186,4 Millionen. Der operative Cash-Flow für das abgelaufene Geschäftsjahr ist mit € 7,4 Millionen erstmals positiv (Vorjahr: € -51,6 Millionen). Auch der nahezu unveränderte Bestand an flüssigen Mitteln und Wertpapieren von € 115,9 Millionen (Vorjahr: € 117,0 Millionen) sowie eine Eigenkapitalquote von 28% (33% im Vorjahr) weisen auf eine solide Finanzlage des Unternehmens hin.

Die wesentlichen Erträge der Betriebsleistung lieferten die Verkäufe von Anteilen und von Genussrechten am spanischen Solarkraftwerksprojekt Ibersol sowie Engineering und Kraftwerksbau des solarthermischen Kraftwerks Andasol 3. Weitere Erträge entstanden im Rahmen der Realisierung des Parabolrinnen-Solarfelds in Ägypten sowie bei weiteren Projekten und Machbarkeitsstudien in verschiedenen Ländern.

Oliver Blamberger, Finanzvorstand der Solar Millennium AG, äußert sich zum abgeschlossenen Geschäftsjahr: „Die operative Leistungsfähigkeit der Solar Millennium Gruppe war gut. Insbesondere die Projekt-Verschiebungen bei den US-Kraftwerken waren ursächlich für die Planabweichungen. Die ausstehenden Finanzierungsabschlüsse wollen wir nun im laufenden Geschäftsjahr umsetzen.“

Mit Blick auf die Berichterstattung im Jahresabschluss erläutert Blamberger weiter: „Die Einführung der Betriebsleistung als neue Kennzahl trägt zur besseren Vergleichbarkeit zwischen den einzelnen Berichtsperioden bei. Sie bildet somit einen weiteren Beitrag zur erhöhten Transparenz.“

Christoph Wolff, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG, schaut mit Zuversicht auf die anstehenden Projekte: „Wir haben in den USA mit dem Bau des größten Solarkraftwerks der Welt begonnen; auch in Spanien setzen wir unser viertes Parabolrinnen-Kraftwerk um. Darüber hinaus sind wir in anderen Regionen wie im Nahen Osten, Nordafrika, Südafrika, Indien und China aktiv und haben unsere Projekt-Pipeline gut gefüllt.“

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand Umsätze aus der Fertigstellung von Andasol 3 und den Inbetriebnahme-Dienstleistungen beim ägyptischen Hybridkraftwerk in Kuraymat sowie aus dem Finanzierungsabschluss und Baubeginn von Ibersol. Darüber hinaus entfällt der größte Teil der erwarteten Erlöse im laufenden Geschäftsjahr 2010/2011 auf den Finanzierungsabschluss der beiden U.S.-Solarkraftwerksprojekte in Blythe mit einer Leistung von jeweils 242 Megawatt. Dazu gehört zum einen die Zusage der Fremdkapitalfinanzierung von 75% durch das US-amerikanische Energieministerium (Department of Energy) im Rahmen des Loan Guarantee Program und zum anderen die Sicherung der Eigenkapitalfinanzierung durch Anteilsverkäufe an große Investoren und Fonds. Die Investitionssumme für die geplanten solarthermischen Kraftwerke am Standort Blythe beträgt für die beiden Kraftwerke etwa US-$ 2,8 Milliarden. Sie sollen im Abstand von etwa einem halben Jahr errichtet werden. Da die bereits 2010 aufgenommenen Gespräche und Verhandlungen mit potenziellen Investoren fortgeschritten sind, rechnet der Vorstand mit einem Abschluss der Gesamtfinanzierung im Spätsommer 2011. Planzahlen für das laufende Geschäftsjahr wird der Vorstand bekannt geben, sobald die genauen Meilensteine des Genehmigungs- und Finanzierungsprozesses erreicht sind.

Der vollständige Geschäftsbericht mit dem Konzern-Jahresabschluss 2009/2010 steht auf der Website der Solar Millennium AG unter www.SolarMillennium.de in der Rubrik „Investoren – Download“ zum Herunterladen bereit.

 

Über die Solar Millennium AG:

Die Solar Millennium AG, Erlangen, (ISIN DE0007218406) ist ein global tätiges Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien mit dem Schwerpunkt auf solarthermischen Kraftwerken. Zusammen mit seinen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften hat sich das Unternehmen auf Parabolrinnen-Kraftwerke spezialisiert und in diesem Bereich eine Spitzenposition im globalen Wettbewerb erreicht. Solar Millennium ist bestrebt, die Kompetenz im Bereich solarthermischer Kraftwerke weiter auszubauen mit dem Ziel, eine nachhaltige Technologieführerschaft zu erarbeiten und zu sichern. Dabei werden alle wichtigen Geschäftsfelder entlang der Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke abgedeckt: von der Projektentwicklung und -finanzierung über die Technologie bis hin zum schlüsselfertigen Bau und dem Betrieb der Anlagen. Solar Millennium hat in Spanien die ersten Parabolrinnen-Kraftwerke Europas entwickelt und zusammen mit Partnern realisiert. Weitere Projekte mit einer Leistung von über 2.000 Megawatt befinden sich weltweit in Planung: Regionale Schwerpunkte sind dabei derzeit Spanien, USA, Indien, China, der Nahe Osten und Nordafrika.

Über die Technologie:

Solarthermische Kraftwerke erzeugen aus der in Wärmeenergie umgewandelten Sonnenstrahlung Strom. Bei einem Parabolrinnen-Kraftwerk bündeln rinnenförmige Spiegel die einfallenden Strahlen auf ein Rohr in der Brennlinie des Kollektors. Durch ihre Absorption wird im Rohr eine Wärmeträgerflüssigkeit erhitzt, die im Kraftwerksblock mittels Wärmetauscher Dampf erzeugt. Wie bei konventionellen Kraftwerken wird der Dampf in einer Turbine zur Stromgewinnung genutzt. Bei Integration eines thermischen Speichers kann der Strom planbar bereitgestellt werden. Die Solarkraftwerke können dann auch nach Sonnenuntergang Strom erzeugen.