Erlangen/Nürnberg, 18.06.2010 Der Solar Millennium AG (ISIN DE0007218406) liegen die Ergebnisse der von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte durchgeführten Sonderprüfung vor. Gegenstand der vom Aufsichtsrat auf Ersuchen des Vorstands beauftragten Prüfung waren Konsolidierungssachverhalte in den IFRS-Konzernabschlüssen der vergangenen fünf Geschäftsjahre.
Die von Deloitte untersuchten Sachverhalte erstrecken sich vor allem auf die Einbeziehung der Projekt- bzw. Beteiligungsgesellschaften Solar Millennium Verwaltungs GmbH, Solar Millennium Beteiligungen GmbH und Ibersol Kraftwerks GmbH in die jeweiligen Konzernabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und die korrekte Anwendung der relevanten internationalen Rechnungslegungsstandards. Deloitte hat bestätigt, dass die bilanzielle Abbildung der Sachverhalte mit einer Ausnahme IFRS-konform war. Die Veräußerung von 50 Prozent der Anteile an der Projektgesellschaft von Andasol 3 im Rahmen der Entkonsolidierung der Solar Millennium Beteiligungen GmbH hätte nicht im Konzernabschluss 2005/2006 erfasst werden dürfen, sondern im Konzernabschluss 2008/2009 gezeigt werden müssen. Die deshalb vorzunehmende Korrektur des Konzernabschlusses 2008/2009 wird im Rahmen des Zwischenabschlusses 2009/2010 erfolgen. Das vom Vorstand in der Hauptversammlung angedeutete Zwischenergebnis hat sich damit bestätigt.
Thomas Mayer, Sprecher des Vorstands der Solar Millennium AG, stellt fest: „Mit diesem Ergebnis der Sonderprüfung sind die Zweifel und die immer wieder aufkommenden Fragestellungen zur Bilanzierung und Konsolidierung in den früheren Geschäftsjahren ausgeräumt. Unabhängig vom Ergebnis der Sonderprüfung ist zu den relevanten Projekten selbst festzustellen, dass sie alle erfolgreich abgeschlossen wurden. Umsätze und Projektergebnisse konnten realisiert werden; der Geldeingang ist entsprechend den jeweiligen Zahlungsplänen zum Großteil erfolgt."
Desweiteren wurde Deloitte am 20. Mai 2010 ergänzend beauftragt, Fondskonstruktionen für Genussrechtsfonds hinsichtlich der Bilanzierung und Konsolidierung zu prüfen. Derartige Fonds sind wesentlicher Bestandteil der Finanzierung künftiger Solarprojekte. Diese Prüfung dauert noch an. Außerdem ist die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 06. Mai 2010 beauftragt, den Konzernabschluss für das laufende Geschäftsjahr der Solar Millennium AG zu prüfen. Diese Prüfung erstreckt sich dann im Gegensatz zur Sonderprüfung auf den Konzernabschluss in seiner Gesamtheit.
Über die Solar Millennium AG:
Die Solar Millennium AG, Erlangen, (ISIN DE0007218406) ist ein global tätiges Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien mit dem Schwerpunkt auf solarthermischen Kraftwerken. Zusammen mit seinen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften hat sich das Unternehmen auf Parabolrinnen-Kraftwerke spezialisiert und in diesem Bereich eine Spitzenposition im globalen Wettbewerb erreicht. Solar Millennium ist bestrebt, die Kompetenz im Bereich solarthermischer Kraftwerke weiter auszubauen mit dem Ziel, eine nachhaltige Technologieführerschaft zu erarbeiten und zu sichern. Dabei werden alle wichtigen Geschäftsfelder entlang der Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke abgedeckt: von der Projektentwicklung und -finanzierung über die Technologie bis hin zum schlüsselfertigen Bau und dem Betrieb der Anlagen. Solar Millennium hat in Spanien die ersten Parabolrinnen-Kraftwerke Europas entwickelt und zusammen mit Partnern realisiert. Weitere Projekte mit einer Leistung von über 2.000 Megawatt befinden sich weltweit in Planung: Regionale Schwerpunkte sind dabei derzeit Spanien, USA, Indien, China, der Nahe Osten und Nordafrika. Mehr Informationen unter www.SolarMillennium.de
Über die Technologie:
Solarthermische Kraftwerke erzeugen aus der in Wärmeenergie umgewandelten Sonnenstrahlung Strom. Bei einem Parabolrinnen-Kraftwerk bündeln rinnenförmige Spiegel die einfallenden Strahlen auf ein Rohr in der Brennlinie des Kollektors. Durch ihre Absorption wird im Rohr eine Wärmeträgerflüssigkeit erhitzt, die im Kraftwerksblock mittels Wärmetauscher Dampf erzeugt. Wie bei konventionellen Kraftwerken wird der Dampf in einer Turbine zur Stromgewinnung genutzt. Bei Integration eines thermischen Speichers kann der Strom planbar bereitgestellt werden. Die Solarkraftwerke können dann auch nach Sonnenuntergang Strom erzeugen.
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