Im Rahmen des Skal-ET-Projektes wurde eine 800 Meter lange Reihe des verbesserten Skal-ET-Kollektors zu Testzwecken in ein bestehendes Parabolrinnen-Kraftwerk in Kalifornien eingebaut. Kern des Skal-ET-Projektes war die Verbesserung der Trägerkonstruktion der Parabolrinnen-Kollektoren, die im Vergleich zur bisherigen Technologie besonders leistungsfähig und günstig herzustellen sind. Da das neue Design der Trägerkonstruktion eine höhere Steifigkeit besitzt und damit sehr viel robuster bei starkem Wind ist, kann eine höhere optische Präzision erreicht werden. Darüber hinaus können die Kollektoreinheiten um die Hälfte länger gebaut werden, was Kosten bei den Antriebselementen einspart. Insgesamt lassen sich durch die Innovationen also Investitions- und Betriebskosten senken.
Eine rund 10-prozentige Leistungssteigerung des neuen Kollektors gegenüber dem bisher verwendeten Design, das parallel im Dauerbetrieb gemessen wurde, konnte im direkten Vergleich im kommerziellen Betrieb nachgewiesen werden. Mit dem Bau und Betrieb dieser Parabolrinne mit einer 4.350 Quadratmeter großen Spiegeloberfläche konnte die Solar Millennium AG gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen ihre Fähigkeit zur detaillierten Auslegung, Spezifikation und Bauüberwachung unter Beweis stellen. Die neue Technologie wird seitdem in den Kraftwerksprojekten der Solar Millennium AG eingesetzt und parallel in neuen Forschungsvorhaben weiterentwickelt und optimiert.
Das Skal-ET-Projekt hat dazu beigetragen, dass der Solar Millennium Konzern bei der Parabolrinnen-Technologie eine Spitzenposition im Markt erreicht hat, da kein Mitbewerber bis dato über eine kommerziell erprobte Technologie verfügte. Der Erfolg des Skal-ET-Projektes war auch wesentliche Voraussetzung für die projektbezogene Bankenfinanzierung der spanischen Andasol-Projekte.