Erlangen/ Köln/ Essen, 02.09.2009 Die Solar Millennium AG, Erlangen, (ISIN DE0007218406) führt ihre Technologie- und Kraftwerksbautöchter für Parabolrinnen-Kraftwerke zusammen. In einem ersten Schritt wird die Flagsol GmbH, Köln, als Tochtergesellschaft in die MAN Solar Millennium GmbH, Essen, eingebracht. Mit diesem Schritt erhöht Solar Millennium ihre Anteile an MAN Solar Millennium von 50 auf 74,9% durch Sacheinlage ihrer bisherigen hundertprozentigen Technologietochter Flagsol in dieses Unternehmen. 25,1% an MAN Solar Millennium verbleiben im Besitz von MAN Ferrostaal. In einem zweiten Schritt werden innerhalb der nächsten sechs Monate MAN Solar Millennium und Flagsol zu einem Unternehmen verschmolzen. Das neue Unternehmen wird nach der Verschmelzung unter dem Namen Flagsol GmbH mit Hauptsitz in Köln firmieren. Die Neustrukturierung und Zusammenlegung von Flagsol und MAN Solar Millennium stehen derzeit noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes.
Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender von Solar Millennium: „Mit der Zusammenführung unserer Kompetenz in Technologie und Bau von Parabolrinnen-Kraftwerken in ein Unternehmen werden wir Synergieeffekte nutzen und Kosten reduzieren. Damit stärken wir die hervorragende Position der gesamten Solar Millennium Gruppe im Markt solarthermischer Stromerzeugung und schaffen die Basis für ein kräftiges Wachstum unseres Unternehmens. Mit unserem Mehrheitsanteil am Gemeinschaftsunternehmen können wir künftig unseren unternehmerischen Einfluss stärken sowie MAN Solar Millennium und Flagsol im Konzernabschluss voll konsolidieren."
Der bei MAN Ferrostaal unter anderem für das Solargeschäft verantwortliche Vorstand Dr. Klaus Lesker bewertet den Schritt als positive Entwicklung für das Solargeschäft der MAN Ferrostaal: „Die Transaktion ermöglicht uns direkten Zugang zur solarthermischen Parabolspiegel-Technologie. Wir werden der exklusive Partner für die neue Flagsol. Gleichzeitig profitiert auch das neue Gemeinschaftsunternehmen von dieser Entwicklung, denn wir stellen der neuen Flagsol unsere Auslandsorganisation mit einer Präsenz in 60 Ländern als Vertriebsplattform zur Verfügung."
Dr. Wolfgang Knothe, Geschäftsführer von MAN Solar Millennium und Mitglied im Management Board von Solar Millennium: „Durch die Bündelung von Technologie und Großanlagenbau verfügen wir jetzt in einer Unternehmenseinheit über das komplette Know-how bei Projektentwicklung, Design und Bau von Solarkraftwerken. Die spanischen Großprojekte Andasol 3 und Ibersol werden bereits von dem neu strukturierten Gemeinschaftsunternehmen realisiert. Die enge Zusammenarbeit mit unseren beiden Muttergesellschaften wird auch langfristig ein sehr wichtiger Erfolgsgarant für unser Geschäft sein."
Paul Nava, Geschäftsführer von Flagsol: „Flagsol hat heute schon eine technologische Spit-zenposition im Markt. Durch die Neustrukturierung können unsere Ingenieurteams zukünftig noch effektiver zusammenarbeiten. Wir werden die Synergieeffekte nutzen, um die Parabolrinnen-Technologie noch effizienter zu machen und die Kosten solarthermischer Stromerzeugung weiterhin deutlich zu senken, damit wir mittel- bis langfristig auch ohne staatliche Unterstützung wettbewerbsfähig mit fossil befeuerten Spitzen- und Mittellastkraftwerken werden."
Über die Solar Millennium AG:
Die Solar Millennium AG, Erlangen, ist ein global tätiges Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien mit dem Schwerpunkt auf solarthermischen Kraftwerken. Zusammen mit den Tochtergesellschaften hat sich das Unternehmen auf Parabolrinnen-Kraftwerke spezialisiert, eine erprobte und zuverlässige Technologie, in der der Konzern weltweit eine Spitzenposition einnimmt. Dabei werden alle wichtigen Geschäftsfelder entlang der Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke von der Projektentwicklung über die Technologie, den schlüsselfertigen Bau der Anlagen bis hin zum Betrieb und Kraftwerksbesitz abgedeckt. Solar Millennium hat in Spanien die ersten Parabolrinnen-Kraftwerke Europas entwickelt und mit Partnern realisiert. Weitere Projekte mit einer Leistung von über 2.000 Megawatt befinden sich weltweit in Planung. Regionale Schwerpunkte sind derzeit Spanien, USA, China und Nordafrika. Außerdem verfolgt das Unternehmen das Ziel, die Marktreife der so genannten Blue Tower Technologie zur Gewinnung von wasserstoffreichem Produktgas aus der Verwertung regenerativer Reststoffe und langfristig auch der Aufwind-Kraftwerke zu erreichen.
Über die Flagsol GmbH:
Die Flagsol GmbH, Köln, ist ein auf Parabolrinnen-Kraftwerke spezialisiertes Technologieun-ternehmen mit rund 65 Mitarbeitern. Flagsol hat die ersten Parabolrinnen-Kraftwerke Europas ausgelegt, die Andasol-Krafwerke in Südspanien. Außerdem liefert Flagsol die Technologie und wichtige Komponenten für das erste Parabolrinnen-Solarfeld in Ägypten. Bei Flagsol arbeiten die „Architekten" des Solarfelds. Die Ingenieure entwerfen das Kollektordesign, berechnen die erforderliche Größe des Solarfelds und ordnen die Kollektoren im Feld an. Während der Bauphase sichert Flagsol die Qualität der optisch hochpräzisen Kollektoren. Außerdem liefert das Unternehmen die Steuerung für das Solarfeld, eine Schlüsselkompo-nente zum Betrieb der Gesamtanlage. In Forschungs- und Entwicklungsprojekten entwickelt Flagsol die Parabolrinne ständig weiter, um den Marktvorsprung weiter auszubauen.
Über die MAN Solar Millennium GmbH:
Die MAN Solar Millennium GmbH, Essen, ist als ein Gemeinschaftsunternehmen von Solar Millennium und MAN Ferrostaal auf den Bau solarthermischer Kraftwerke spezialisiert. Das Unternehmen wurde im Mai 2007 als Joint Venture der Solar Millennium AG und der MAN Ferrostaal Power Industry GmbH, einer Tochter der MAN Ferrostaal AG, gegründet. Solar Millennium und MAN Ferrostaal bündeln im gemeinsamen Unternehmen ihre Kompetenzen für Entwicklung und Bau von solaren Großkraftwerken. Solar Millennium verfügt als Projektentwickler und Technologiegeber über eine schon kommerziell genutzte Technologie sowie langjährige Erfahrung in der Entwicklung von solarthermischen Kraftwerken. MAN Ferrostaal ist als weltweit renommierter Anlagenbauer und Generalunternehmer mit Finanzierungskom-petenz in der Lage, große Kraftwerksprojekte zu realisieren. Derzeit sind rund 50 Mitarbeiter für MAN Solar Millennium tätig. Das Unternehmen ist unter anderem am Bau des Parabolrinnen-Kraftwerks Andasol 3 in Südspanien beteiligt.
Über die MAN Ferrostaal AG:
MAN Ferrostaal AG, Essen, ist ein weltweit tätiger Anbieter von Industriedienstleistungen im Anlagen- und Maschinenbau. Als Generalunternehmer im Anlagenbau bietet das Unternehmen Projektentwicklung, Projektmanagement und Finanzierungskonzepte für schlüsselfertige Anlagen in den Bereichen Petrochemie, Gaskraftwerke, solarthermische Kraftwerke, Biokraftstoffe und Industrieanlagen. Für Hersteller von Maschinen und Systemen ist MAN Ferrostaal unabhängiger Vertriebs- und Servicepartner in den Bereichen Automobil, Druck und Verpackung, Piping und Ships. Mit 4.400 Mitarbeitern ist das Unternehmen in 60 Ländern tätig und erwirtschaftete 2008 einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro. 70 % der Anteile an der MAN Ferrostaal AG liegen in Händen der International Petroleum Investment Company aus Abu Dhabi (IPIC), 30% liegen bei der MAN AG (München). Weitere Informationen unter www.manferrostaal.com.
Über die Technologie:
Solarthermische Kraftwerke erzeugen aus der in Wärmeenergie umgewandelten Sonnenstrahlung Strom. Bei einem Parabolrinnen-Kraftwerk bündeln rinnenförmige Spiegel die einfallenden Strahlen auf ein Rohr in der Brennlinie des Kollektors. Durch ihre Absorption wird im Rohr eine Wärmeträgerflüssigkeit erhitzt, die im Kraftwerksblock mittels Wärmetauscher Dampf erzeugt. Wie bei konventionellen Kraftwerken wird der Dampf in einer Turbine zur Stromgewinnung genutzt. Bei Integration eines thermischen Speichers kann der Strom planbar bereitgestellt werden. Die Solarkraftwerke können dann auch nach Sonnenuntergang Strom erzeugen.
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